пятница, 30 августа 2019 г.

Nachdichtungen, Vondortismen, Ürdükiaden…


Aufgenommen während einer Aufführung
des Münchener Deutsch-Russischen Zentrums "Mir"

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Der letzte Eintrag in diesen Blog wurde vor drei Jahren in Samara getätigt. An der Wolga. Schon lange ist das her.

Vieles wurde geschrieben in diesen drei Jahren, teilweise auch veröffentlicht oder vorgelesen. Nur hier nicht erwähnt.

Als meine Samara-Zeit sich dem Abschluss nahte erreichte mich eine E-Mail aus
München. Von Tanja Lukina, der Gründerin und Präsidentin des Münchener Deutsch-Russischen Kulturzentrums "Mir". Lang nicht gesehen. Sie hatte per Google nach deutschen Nachdichtungen von Woloschin-Gedichten gesucht und war dabei auf meinen Namen gestoßen. Und brauchte noch eine Nachdichtung von einem weiteren Woloschin-Gedicht. So lang schon hatten wir uns nicht gesehen und so wenig wusste sie von meinem seitherigen Leben und Treiben, daß sie zunächst nicht einmal sicher war, ob ich identisch bin mit jenem Woloschin-Nachdichter. Das mit den Woloschin-Nachdichtungen hatte ich vergessen; auch schon lange her; doch dann fiel es mir wieder ein. Und Google merkt sich sowieso alles.

So traf man sich also wieder. Eben durch Tanja tauchte ich vor Jahren, Mitte achtziger Jahre war das, so richtig in die Belletristik-Schreiberei ein: als ich nämlich in ihrem Auftrag für eine Theateraufführung das betreffende Theaterstück aus dem Russischen ins Deutsche übersetzte und gleichzeitig singbare Nachdichtungen russischer Gedichte erstellte. Vorher war mir nicht bewusst, daß ich das kann.
 Und nun, nach Samara, begann denn eine Phase mit viel Redigieren, Schreiben, Übersetzen, Nachdichten für ebendieses Münchener Zentrum "Mir", verbunden mit zahlreichen Reisen nach München.

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Einen von mir verfassten Vortrag über die beiden Nabokows, Vater (Politiker) und Sohn (Schriftsteller), den ich für eine "Mir"-Veranstaltung verfasste und der von einem Schauspieler vorgetragen wurde, habe ich in der Klamurke veröffentlicht; findet man hier.

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Erst vor Kurzem kümmerte ich mich um Ordnen und Erweitern einer in die "Klamurke" integrierten Seite, auf welcherMaterial zum Herunterladen bereitgestellt wird. Das meiste im PDF-Format, manches auch als epub und mobi)

Hinzugetan habe ich, unter anderem, ein Gedicht von Nabokow "Die unbekannte Tote aus der Seine", russisches Original und von mir erstellte Nachdichtung. Das war damals in München, wo jene Nachdichtung auch vertont und gesungen wurde und wo meine Schreiberei erst richtig anfing.

Hinzu kam auch ein PDF über mein "Eintauchen in das Leben der wilden postsowjetischen neunziger Jahre": eine unerwartete folgenreiche Reise nach Wolgograd Anfang der neunziger Jahre. Dieses PDF hab ich schon vor Längerem erstellt; bereitgestellt wurde es bislang von der Seite "Das Seminar"; doch warum nicht auch hier (für eine vorgesehene Fortsetzung der Berichte zu meinen Erlebnissen im Moskau der wilden postsowjetischen Jahre habe ich bislang nur angefangen, Notizen und Aufzeichnungen zu sichten)

 Einiges von dem Gesichteten tat ich in einem PDF zusammen, das auch auf dieser Download-Seite zu finden ist: "Verstreute Notizen aus dem Russland der wilden postsowjetischen neunziger Jahre" (Unter anderem "Neujahrsnacht 91/92 in Wolgograd nach Auflösung der Sowjetunion";  "Herumirrende Hilfsgüter"; "Moskauer Unruhen Oktober 93"; usw...)

Gleichfalls zu finden auf der Download-Seite: "Skizzenhafter Überblick über meine weltanschauliche Entwicklung". Wurde auch schon vor Längerem erstellt; findet man auf der Seite "DasSeminar"; und nunmehr auch hier.

Und dann noch das PDF "In Alltagsabsurdität steckengebliebene Tugenden" (über meine Abenteuer mit der russischen Übersetzung von Herbert Witzenmanns Werk "Die Tugenden")

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Dann gibt es, natürlich, noch das vondortenscheMultiversum. Jene unter Leitung unseres Kollegen Wilhelm von Dorten unermüdlich wirkende Autorengemeinschaft. Da kommt laufend frisches Material hinzu; und sogar zu Textgraphiken wird manches verarbeitet. Sehr aktiv sind sie, die Vondortianer; und am alleraktivsten zur zeit unser Kollege Ernst Tirckl-Wolff.

Das ist so viel Material, daß wir am besten gar nicht erst anfangen, es aufzulisten. Einfach nach Lust und Laune reinschauen.

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Und dann gibt’s noch den Ürdük.

Das ist der einzige abenteuerliche Name aus meinem literarischen Multiversum, den ich nicht selbst erfunden habe. Erfunden hat ihn ein Mensch aus meinem früheren ferneren Bekanntenkreis, der die meiste Zeit über sehr ruhig und umgänglich war. Aber er war mit einem Geist in Verbindung, den er Ürdük nannte; und dieser Ürdük wies ihn manchmal an, dreinzuschlagen. Und dann gab's Rabatz. Vielleicht hat er den Namen auch nicht erfunden, und jener Geist hiess wirklich so; keine Ahnung. Lang ist das her…

Auf welchen Wegen dieser Ürdük dann, viele Jahre später, Einzug gehalten hat in meine literarische Produktion, weiß ich nicht mehr. Ursprünglich, scheint's, noch recht verschwommen als eine Art König der Waldgeister mit Tendenz zur Ausweitung seiner Aufgaben und Kompetenzen. Und im Weiteren dann immer deutlicher und machtvoller.

Inzwischen ist eine richtige Ürdükiade im Entstehen. Ob sie wirklich entstehen wird, weiß ich nicht. Die Arbeit läuft in kurzen Anläufen und verebbt dann wieder; aber sehr viel Material ist schon, meist erst als Skizzen, zusammengeschrieben. Eine wüste Gratwanderung. Ob es jemals zu Ende gebracht wird – keine Ahnung. Vielleicht arbeite ich zwischendurch einzelne Szenen zu vorzeigbaren in sich abgeschlossenen Erzählungen aus; mal sehen…

So isses

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