среда, 19 августа 2009 г.

Schlämmerisches und auch eigenes

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Ich krieg schon gar nicht mehr mit, was in diesen mitteleuropäischen Landen alles so vor sich geht. - Zufällig stieß ich auf Schlämmer; und dank Schlämmer erfuhr ich, daß in Deutschland grad Wahlkampf ist.

Schlämmer gefiel mir, und ich widmete ihm einen Blogeintrag, darin ich auch darlege, warum er mir gefällt und warum man ihm den Nobelpreis verleihen sollte.

Im Weiteren erfuhr ich bei stichprobeweisem Herumlesen in den deutschen Nachrichten, daß die deutschen Parteien sich wahlkampfmäßig ungewöhnlich zurückhalten, daß der Wahlkampf diesmal sehr langweilig und schal ist und daß niemand sich so richtig vorwagen will.

Prompt brachte ich, rein theoretisch, ohne irgendwelche Nachforschungen (wußte ja nicht einmal, ob sie sich tatsächlich zurückhalten), solche Zurückhaltung mit dem Wirken von Schlämmer bzw. Kerkeling in Verbindung: Vielleicht hat er das Publikum für die Absurdität des Wahlkampfs sensibilisiert; vielleicht haben die Politikaster mitbekommen, daß ihre Herde nicht mehr die alte Herde ist, die man mit jedem Unsinn füttern kann; und nun will niemand sich zuerst lächerlich machen? Wenn dem tatsächlich so ist, müßte man Kerkeling eigentlich als den derzeit bedeutendsten Europäer betrachten? Denn sowas hat bislang noch niemand geschafft.

Ein paar Tage später sah ich dann, daß Kerkeling, als Schlämmer, Werbung macht für Bier. Nun hörte er auf, mir zu gefallen; und ich schrieb einen weiteren Blogeintrag, darin ich mein Nobelpreispostulat zurücknehme.

Und ich hatte schon gedacht, wir gehen besseren Zeiten entgegen.

Heute habe ich dann auch noch was in die laufenden klamurkischen Notizen hinzugefügt, die ich ursprünglich eigentlich hatte einstellen wollen.

So isses.

♦♦♦

Anmerkung Juli 2015:

Das Link zu Schlämmer funktioniert inzwischen nicht mehr. Schade eigentlich. Für mich gehören seine Auftritte zu den wenigen Lichtblicken in dem immer dümmer und verlogener werdenden westlichen politischen Geschehen der letzten Jahre.

In gewisser Hinsicht hat sich die Lage im Westen seitdem insofern verbessert, als Dank der gnadenlos sich beschleunigenden Verdichtung von Dummheit und Verlogenheit immer mehr Zeitgenossen aufwachen. Schlecht bloß, daß es sich dabei um eine zwar geistig stärkere, aber physisch wenig ausrichten könnende Minderheit handelt. Man hat halt zu lange geschlafen; das isses.

Wie dem auch sei – das Link zur Schlämmer-Seite hab ich entfernt, da sie nu mal nicht mehr da ist, und die Links zu meinen eigenen Veröffentlichungen hab ich gelassen, da sie immer noch online sind.

Und als Titelbild hab ich ein Foto veröffentlicht, welches ich ein paar Tage vor Erstellen dieses Blogeintrags durch das Fenster meiner damaligen Wohnung knipste.

In Odessa war das.

So isses.

Kakerlake

пятница, 7 августа 2009 г.

Krivopedia

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Pedien gibt es, seit Wikipedia den Anfang gemacht hat, schon sehr viele.

Damit es nicht zu wenig werden, habe ich, nebenbei, auch eine solche angelegt, grad eben zu einem ersten Abschluss gebracht und hochgeladen.

Man merke also: Ab heute gibt es nicht nur Wikipedia, Kamelopedia, Stupipedia und vieles andere mehr; seit heute gibt es nun auch die Krivopedia.

Wesentlich Neues findet man nicht in dieser Krivopedia; nur einiges bereits existierende neu gesehen; was aber im Wesentlichen auch Neues ist; denn wie schon Goethe ganz richtig bemerkte usw...

Prost

четверг, 16 июля 2009 г.

trotz sommerlicher Hitze

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Eine weiterer Ausarbeitung harrende Notiz: Über die Wurzeln von Scheinprojekten.

Im stockend bislang weiterlaufenden „laufenden Tagebuch“ ein möglicherweise letzter Eintrag.

Ganz leichte Aktualisierung in der deutschen und russischen Drachenchronik.

So isses.

♦♦♦

Nachbemerkung Juli 2015:

Beide Drachenchroniken, die deutsche wie die russische, wurden inzwischen aus dem Netze entfernt

среда, 1 июля 2009 г.

Papst Erwin und Stenka Rasin

Степан_5
Nachsehen im Tracker brachte an den Tag, daß immer mehr Volks auf der Suche nach dem Text des zwar leicht verschnulzten, aber immerhin berühmten Stenka-Rasin-Liedes bei meiner vom geschichtswissenschaftlichen Gesichtspunkt aus etwas fragwürdigen Erzählung „Eugen Winkelried und Stenka Rasin“ landet. Um dem abzuhelfen und um mein Gewissen zu beruhigen hab ich grad eben, trotz drückender Hitze, den Text selbigen Liedes mit kommentierter deutscher Übersetzung ins Sprachportal reingetan. Das Stenka-Rasin-Lied also…
Сарынь denn на кичку
[Nachbemerkung März 2015: Jenes Sprachenportal wurde inzwischen aufgelöst; der russische Originaltext mitsamt kommentierter Übersetzung und sonstiger Information zog um in ein PDF, welches man nun hier herunterladen kann]
Doppelnas
Außerdem hab ich, gleichfalls bei Sichten des Trackers, feststellen müssen, daß zahlloses Volks, welches, via Google, scheint's, zu Herrn Erwin Papst wollen, bei Papst Erwin landen, das heißt bei meinem Opus "Papst Erwin IX".

Für selbige kann ich aber nun beim besten Willen nichts tun, außer hoch und heilig versichern, daß Papst Erwin keineswegs identisch ist mit Erwin Papst, ja nicht einmal verwandt ist mit ihm.

пятница, 19 июня 2009 г.

Drachenchronik

Richtige Drachen können, wenn man sie richtig zu nehmen weiß, sich als durchaus interessante Persönlichkeiten entpuppen; im Gegensatz zu den als Engel verkleideten Drachen, die in ihrer Engelgarderobe ganz wüst herumzuwüten pflegen und das schlimmste Durcheinander anrichten.

Doch die als Engel verkleideten Drachen wollen wir mal beiseitelassen und unsere Aufmerksamkeit den selbige verdienenden richtigen Drachen zuwenden. Einem solchen richtigen Drachen habe ich mal eine Erzählung gewidmet, die nun verfilmt werden soll.

Das heißt, eigentlich sollte diese Erzählung schon seit längerem verfilmt werden; nur haben die Umstände sich solcherart entwickelt, daß man von selbigem Bemühen vorübergehend Abstand nehmen mußte. Vor Kurzem aber hat man, allen in Engelstracht herumwütenden Drachen zum Trotz, sich wieder zusammengerauft und will sich an die Arbeit machen. Und heute habe ich denn, quasi als Disziplinierungsmaßnahme wieauch für solche, denen das interessant sein könnte, eine „Chronik der laufenden Drachenereignisse“ angelegt.

So isses.
 
Schimpanse_gruen

Nachbemerkung April 2015:

Obwohl in obengenannter "Chronik der laufenden Drachenereignisse" recht kuriose unerwartete Ereignisse dokumentarisch festgehalten wurden, haben wir selbige, ein paar Jahre sind's schon her, eingestellt und schließlich entfernt. Gibt auch so genügend Kuriosa auf dieser unserer Welt.

Diesen Eintrag hier lassen wir vorerst noch leben.

понедельник, 8 июня 2009 г.

Behinderungen

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Fortführung einer schon vor längerer Zeit angelegten Provokation mit ernstem Hintergrund:

Notizen zu einem erweiterten Begriff der Behinderung.

Aus dem Vorspann:

„Eine solche Erweiterung nimmt dem althergebrachten Begriff der Behinderung seinen Sonderstatus und gliedert ihn fließend ein in das Panorama der verschiedensten sonstigen Behinderungsfaktoren: ein notwendiger Gesinnungswechsel, der nicht nur wichtig ist für die im herkömmlichen Sinne „Behinderten“, sondern vielleicht noch wichtiger für die im herkömmlichen Sinne „nichtbehinderten“ Behinderten.

Ansonsten führt das Eingehen auf besagte Erweiterung uns in die allerverschiedensten allerinteressantesten Bereiche hinein; und sogar kann es zu einer Bewußtmachung des Freiheitsproblems führen.“

Mir selbst wurde im Laufe der Fortführung die Sache genügend deutlich, um einen abgerundeten Essay zu schreiben; stellt sich nur die Frage: wozu das gut sein sollte. Lassen wir es erst mal bei diesen verstreuten Notizen, die, jede für sich genommen, verständlich sein müßten; und bei aufmerksamem Lesen dürfte auch der innere Zusammenhang durchschimmern (während bei unaufmerksamem Lesen auch ein abgerundeter Essay unverständlich bliebe).

Einiges – teilweise aus dem Umfeld der „Behinderungen“ – kam auch im klamurkischen Blog hinzu.

Auf der Linkseite der Klamurke kamen die Adressen einiger befreundeter & verwandter Netzpräsenzen hinzu; und in dem belletristischen Text „Anton und Beton“ wurde eine kleine Unstimmigkeit ausgebessert (merke: provokative Antilogik stellt weitaus höhere Anforderungen an die logische Stringenz als logisch sein sollende wissenschaftliche Abhandlungen)

Prost
Raymond

суббота, 28 марта 2009 г.

so ein paar Kleinigkeiten an Geschriebenem

Im klamurkischen Blog kamen ein paar Erwägungen hinzu zur sogenannten Krise, zur Situation in Georgien sowie - da die deutsche Presse bezüglich Georgien beharrlich schweigt - ein paar deutsche Übersetzungen aus den russischsprachigen Nachrichten zur Lage der Dinge in besagten Landen.

Heute dann auch mal wieder
eine Kleinigkeit in den mehr oder weniger stagnierenden sogenannten laufenden Notizen.

воскресенье, 8 марта 2009 г.

Aktualisierungen Klamurke, Sprachenportal

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In der Klamurke hab ich, nach langer Abstinenz, mal wieder das (de facto nicht allzusehr) laufende Tagebuch aktualisiert…

In der Werkstattecke wurde der Text „Die Entführung“ schon zum dritten Male beträchtlich erweitert. – Diese Werkstattecke hilft tatsächlich, wie vorgesehen, meine Schreiberei zu disziplinieren. Immerhin mal etwas, was halbwegs funktioniert…

Bei den fertigen Texten kam das
Edinào hinzu: Racheakt eines verantwortungslosen Individuums an einer unschuldigen Bevölkerung.

In der
Russischecke des Sprachenportals kam ein Songtext mit kommentierter Übersetzung hinzu: „Это здорово“.

Именно: это здорово. Много поработали…


♦♦♦

Nachbemerkung Juli 2015:

Was das nachträglich eingefügte Titelbild mit dem Inhalt des Blogeintrags zu tun haben könnte, weiß ich auch nicht. Ich hatte es grad zur Hand, und es gefiel mir.

Die Werkstattecke ist längst liquidiert; an dem Text „Die Entführung“ (wieauch an zahllosen anderen Texten) wird auch ohne Werkstattecke in unregelmäßigen Intervallen gearbeitet; und gleich zahllosen anderen Texten wird er immer umfangreicher und ist noch immer nicht fertig.

Das Sprachenportal wurde also Anfang dieses Jahres liquidiert; ein Teil der veröffentlichten Materialien zieht nach und nach um auf entsprechende Klamurke-Seiten. Auch der erwähnte Songtext ist veröffentlicht; finden kann man ihn nun auf dieser Seite

Katze-0221.

воскресенье, 15 февраля 2009 г.

Gespräch, Diskussion, Schachspiel

kaledin1918
Die letzten Worte des Generals Kaledin (Foto siehe oben), bevor er sich eine Kugel in den Kopf schoß, lauteten: „Всё. Проговорили Россию.“ In Deutsch: „Das war's. Wir haben Rußland verquasselt.“ In Nowotcherkassk war das, während des russischen Bürgerkriegs; vor ein paar Jahren las ich davon in irgendwessen Memoiren. Die genaueren Umstände hab ich vergessen; die Worte aber haben sich mir eingeprägt; und eingeprägt hat sich mir jene mit ihnen zusammenhängende Tatsache, daß in einer brenzligen Situation, die energisches Handeln gefordert hätte, irgendwelche Leute ihre Chance gekommen sahen, sich diskutierend hervorzutun und selbige so gründlich nutzten, daß sie jegliches Handeln verunmöglichten.

Diese Worte haben sich mir aus dem Grunde eingeprägt, weil ich ähnliches „Verquasseln“ – wennauch, natürlich, nicht immer mit solch fatalen Folgen – häufig beobachten konnte und auch weiter beobachte. Sich an einer konkreten Arbeit zu beteiligen oder sie zu fördern mag ganz nett sein; doch zweifellos netter ist es, eine Tagung zu organisieren, wo man von Herzen Vorträge halten und diskutieren kann (siehe, zum Beispiel,
hier)

Eine harmlosere Erscheinungsform der Berufsdiskutiererei kann man häufig an Foren beobachten. Harmloser aus dem Grunde, weil solche Diskussionen ja normalerweise von nichts wichtigem ablenken und schlimmstenfalls mal ein ernsthafterer Behandlung würdiges Thema unter einem amorphen Haufen Wörter verschwinden lassen. Aber als Phänomen durchaus interessant.

Rein zum Plausch machte ich vor kurzem in einem Forum das Diskutieren mal selbst zum Diskussionsthema, indem ich knapp und präzise den Unterschied zwischen Gespräch, Diskussion und Schachspiel herausarbeitete. Verstanden wurde es nicht (zumindest nicht von denjenigen, die sich äußerten); und so tat ich es denn in die Klamurke.
Findet man
hier.

четверг, 12 февраля 2009 г.

Statische und dynamische Berufsbilder

Lomonossov
Die Entwicklung dynamischer, aus der Wechselwirkung zwischen konkreter Situation und konkreten Fähigkeiten sich herausgebärender Berufsbilder scheint mir eine vordringliche Aufgabe; so wir det nicht schaffen, werden wir an der Absurdität der bestehenden Berufsbilder noch ersticken.

[obigen Satz hab ich irgendwoanders mal niedergeschrieben. Um das Auszudrückende nicht noch einmal neu formulieren zu müssen hab ich ihn einfach von dorten rüberkopiert]

Im Zusammenhang damit hab ich vorhin einige zum Thema gehörende in der Klamurke veröffentlichte Notizen mit Lesezeichen versehen, aufdaß man sie direkt ansteuern kann. Das wären:
  • Briefauszug, darin die Frage behandelt wird, inwiefern Lomonossov das Recht hatte zu seiner wissenschaftlichen und „bildungspolitischen“ Tätigkeit (jenes Treffen lief genau so, wie es dort beschrieben steht; ich hab da nix erfunden. Zwar hab ich eine ausschweifende Phantasie; aber die Wirklichkeit iss auch ohne Phantasie noch ganz lustig)
  • Schubladensklaverei (verschiedene Berufswechsel eines notorisch berufslosen)
  • Auf verlorenem Posten stehen“ als Beruf

Da wir schon dabei sind, vielleicht noch zwei mir grad einfallende zum Thema passende belletristische Texte (die keine Lesezeichen erhielten, da jeder brav seine eigene Seite hat)

  • Felix Beppelbeu: Beruf eines Menschen, der weder als Elektromonteur noch als Spion zu gebrauchen ist, wieauch Schilderung verschiedene andere Berufe sowie Auseinandersetzung mit der Frage der Berechtigung zur Ausübung selbiger.
  • Die Italienische Reise: Berufsschubladisierung durch das Prisma von Goethes berühmter Italienischer Reise.
Nachträglich noch eingefügt, da in diesem Zusammenhang nicht uninteressant:
so isses.

суббота, 7 февраля 2009 г.

7. Februar 2009

DE_QE_Promidummheit

In der Werkstatt-Ecke der Klamurke Erweiterung der Skizze "Die Entführung". Merkwürdig; sehr merkwürdig; aber es kommt noch schlimmer...

Im Sprachenportal wurden die Links überprüft und aktualisiert; neue kamen hinzu; und es wird jetzt auch wieder an neuem Material gearbeitet.

♦♦♦

Nachbemerkung Juli 2015:

Beide Links haben inzwischen den Geist aufgegeben: Die Werkstattseite wurde gelöscht; die deutsche Sprachenportal-Filiale wurde aufgelöst, und brauchbares Material (nur für die Sprachen Russisch, Georgisch, Polnisch, Spanisch) zieht um auf entsprechende Seiten in der Klamurke.

Jene „Entführung“ wurde seit jenem Eintrag in unregelmäßigen Abständen durchgearbeitet und erweitert; aber fertig isse noch immer nicht. Sogar bestehen Pläne, dieses inzwischen recht umfangreiche Material in anderes, noch umfangreicheres einzubauen.

Ein Zitat aus jener Entführungsskizze hab ich kurzerhand vondortisiert und in vondortisierter Form nachträglich als Titelbild eingebaut.

Und neues Leben blüht aus den Ruinen.

So isses