четверг, 30 июня 2016 г.

Weiter denn...

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Der letzte Eintrag in diesem Aktualisierungsblog war am 5. Oktober 2015. Schon eine Weile her. In jenem Eintrag ging es um die wilden postsowjetischen neunziger Jahre und die Veröffentlichung von Notizen währendeiner unerwarteten Reise nach Wolgograd, die im Weiteren dazu führte, daß ich diese wilden neunziger Jahre aus allernächster Nähe miterleben durfte.

Auch die vorliegenden Zeilen schreib ich an den Ufern der Wolga (der leicht pathetische Ausdruck aus Rhythmusgründen. Ich hasse es, wenn der Satzrhythmus nicht stimmt und sah auf die Schnelle keinen anderen Weg, es stimmig hinzukriegen). Nicht mehr in Wolgograd, sondern, ein gutes Stück weiter nördlich, in Samara. 

In Samara landete ich nicht ganz so überstürzt und unerwartet wie damals in Wolgograd; aber doch: ohne daß ich dieses Ziel bewußt angesteuert hätte. Das begann vor ein paar Monaten; es lief alles fast ganz ohne mein bewußtes Zutun; ich selbst unternahm nur die allernötigsten Handgriffe und hatte das deutliche Gefühl: daß die Richtung stimmt. Was will man mehr… Es ist wie auf hoher See; es treibt dich in irgendeine Richtung, von der du das deutliche Gefühl hast, daß sie stimmt, läßt Wind und Strömung gewähren und machst nur die nötigen Handgriffe, aufdaß dein Schiff nicht kentere.

Ich mach das häufig so. Nicht immer natürlich; ich merke selbst, wann es angebracht ist und wann nicht.

Und nun bin ich in Samara. Bis jetzt kann ich nur sagen, daß ich mich hier wohlfühle, langsam zu Kräften komme und die Dinge auf mich zukommen lasse.

Für gutbürgerliche Sicht ist solche Verhaltensweise, wie ich weiß, natürlich indiskutabel.

Doch die wohlgeordnete gutbürgerliche Solidität schafft zunehmend eine wirre austrocknende Sumpflandschaft mit skurrilen auseinanderbröckelnden Gebilden aus verhärtetem Schlamm. Früher oder später wird das alles gründlich auseinanderkrachen; und dann werden die immer noch nix merkenden braven Bürgersleut rein gar nix mehr haben, wo sie sich festhalten können, und werden es infolgedessen sogar noch schwerer haben als diejenigen, die all ihren Ermahnungen zum Trotze bemüht waren, eigenes Rückgrat zu entwickeln.

Nun gut. Lassen wir den braven Bürgersleuten ihre übergeistelte oder sonstwie verschönerte Gutbürgerlichkeit und versuchen uns zu vergegenwärtigen, was seit jenem 5. Oktober an weniger Gutbürgerlichem alles so veröffentlicht wurde.
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Eine Übersicht über Geschriebenes und geschrieben werden sollendes sowie über gewisse Untergründe dieser ganzen Schreiberei gibt es in einem Blogeintrag vom 11. Februar dieses Jahres: Vom Leben und Schreiben. Die gen Schluß jenes Blogeintrags erwähnte Thematik "In allen Verirrungen das menschliche Antlitz bewahren" hab ich, frommen Vorsätzen folgend, weiterverfolgt; sichtete in unzähligen Anläufen Skizzen und Notizen, zahllose neue Skizzen kamen zustande; aber noch nix fertiges. Würde ich das alles auf Papier mit mir rumschleppen, so müßte ich mit einem riesigen Überseekoffer herumreisen, vielleicht sogar mit mehreren. Dem Fortschritt sei Dank geht es auch ohne, da es bequem auf eine Laptop-Festplatte paßt.
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Nicht ohne tiefgründige Bedeutung noch ein Blogeintrag vom 6. Dezember 2015: Von der Einweihung in den Höheren Blödsinn


("Die Absurdität der Umstände, unter denen manches ernsthafte Beginnen scheiterte sowie die tatenferne selbstverliebte Geschwätzigkeit autistischer Welterretter, die ich vor meiner Einweihung noch ernstgenommen hatte, führten mich auf den Wahren Weg des Höheren Blödsinns"; usw…)

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Ein Blogeintrag vom 9. März 2013 ist dem vondortenschen Multiversum gewidmet: Von imaginären und nichtimaginären Persönlichkeiten

Diesem Multiversum, in welchem, außer Wilhelm von Dorten selbst, sich Denkerpersönlichkeiten zusammenfinden wie Ernst Tirckl-Wolff, Emil-Emmanuel Krivoi-Krokovski, Otto Bremptschler, Hypsopystos, Pystohypsos und Ephemistos, wurde inzwischen eine eigene Seite gewidmet (das Link dazu findet man in besagtem Blogeintrag)
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In vollem Ernste erwähnenswert vielleicht noch ein Blogeintrag vom 18. Februar 2016: Am Weißen Meer

Über Resignation und westliche Propaganda an den Ufern des Weißen Meeres, basierend auf Unterhaltungen mit einem russischen Bekannten, der in den neunziger Jahren mehr oder weniger versehentlich mitsamt Familie nach Deutschland ausgewandert war, später ohne Familie nach Rußland zurückkehrte und nun in einer Hütte am weißen Meer haust. Und seine Information über die Weltlage aus westlichen Medien bezieht.
So isses halt.
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 Und dann gibt es noch jene zwei vom Pferde geschubste Könige, den deutschen und den russischen: in Deutsch und in Russisch je eine anno 2013 erschienene "Sammlung von Erzählungen zutiefst unernsthaften Inhalts in ernsthaft durchgestalteter Form".



Obwohl selbst Verfasser dieser unernshafter Erzählungen habe ich keine Ahnung, ob diese Bücher noch über den deutschen Buchhandel zu beziehen sind. Erstens leb ich zu weit weg; und zwotens ist soviel Realunsinn in Zusammenhang mit diesen Veröffentlichungen gelaufen, daß es sogar mir zuviel wurde und ich aufhörte, mich noch um irgendwas zu kümmern.

Kurz nach Anlaufen des Realunsinns landete der Großteil der ersten Auflage bei einer Bekannten, wo die Bücher – da weder ich noch sonst jemand eine Ahnung hatte, was man damit machen sollte – erst mal, einfach so, aufbewahrt wurden.

Vor Kurzem gab es dann wieder sowas wie Bewegung, und die Bücher landeten beim Seminar-Verlag, der sie, solange Vorrat reicht, in seinen Vertrieb aufnimmt.

Findet man auf der Vertriebsseite des Seminar-Verlags. Auf der durch das Link angesteuerten Seite ganz nach unten scrollen; dort findet man die Könige, den deutschen wie den russischen, und kann bei Bedarf bestellen.


 

понедельник, 5 октября 2015 г.

Die wilden neunziger Jahre

(то-бишь: про лихие девяностые годы)

AN22

Eine Antonov-22-Transportmaschine
Geklauet von der Seite MCA.Su

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Vor kurzem entdeckte ich verlorengeglaubten Aufzeichnungen zu einer unerwarteten Reise, nach welcher für mich alles ganz anders wurde und die im Weiteren dazu führte, daß ich die wilden postsowjetischen neunziger Jahre in Rußland hautnah miterleben durfte.

Versteckt in Unmengen an sonstigem Geschriebenem, kopiert von Festplatte zu Festplatte, von Computer zu Computer, hatten diese Aufzeichnungen mich auf meinen wirren Wanderungen begleitet und sind nun in Montenegro gelandet; wo ich sie denn auf der Suche nach irgendwas anderem zufällig wiederfand.

Ich begann dann, sie auszuarbeiten und in der Klamurke portionsweise zu veröffentlichen. Das sind Notizen aus einer Zeit also, in welcher von Europa aus humanitäre Hilfsgüter in die zusammenkrachende Sowjetunion gebracht wurden und die Europäer die bösen Sowjets als am Boden liegendes hilfloses Wesen erleben durften; und besonders heute, wo die Russen in offizieller europäischer Darstellung wieder zu den bösen Russen wurden, scheinen solche Erinnerungen mir interessant.

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Das begann am 11. Dezember des Jahres 1990, als ich in Stuttgart beim Frühstückskaffee von einer Bekannten, bei der ich grad zu Besuch war, gefragt wurde, ob ich nicht an ihrer statt nach Wolgograd fliegen könnte. Das Diakonische Werk habe sie gebeten, eine humanitäre Fracht dortselbsthin zu begleiten; sie habe zugesagt; aber eigentlich habe sie keine Lust, nach Wolgograd zu fliegen.

Nach kurzem Überlegen willigte ich ein.

Es folgten zwei Tage in der sich auflösenden sowjetischen Garnison in Wünsdorf, Flug in einem sowjetischen Transportflugzeug, einer Antonov 22 (siehe obiges Bild), nach Twer, wo es nach kurzem Aufenthalt weiter ging nach Wolgograd; mehrere Tage Wolgograd, und schließlich weiter nach Moskau.

Bis Wolgograd war eine deutsche Delegation mit dabei; darunter auch ein professioneller Fotograf. Den Fotografen konnte ich dank Facebook wieder ausfindig machen; hab ihn kontaktiert und hoffe, daß er in seinen Beständen noch ein paar Fotos findet von jener Expedition.

Gleichfalls dank Facebook konnte ich zweie von der damaligen Wolgograder Mannschaft wiederfinden; provisorischer Kontakt ist hergestellt; fürchte aber, daß ich das ganze Material erst mal ins Russische übersetzen muß, damit man es gemeinsam weiter ausarbeiten kann.

Ich hab dann eine eigene Seite geschaffen, wo ich das Material in chronologischer Abfolge veröffentlichte; tat dann auch noch sonstige bereits veröffentlichte in Rußland entstandene deutschsprachige Notizen hinzu.

Werd das alles möglicherweise noch weiter ausarbeiten.

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goritAuf jener Unterseite ist auch eine Notiz aufgeführt vom 9. Oktober 1993: Notizen während einer g’mütlichen Flußdampferfahrt

Das war während der Unruhen in Moskau Anfang Oktober 1993. Selbst war ich damals nicht direkt dabei; schipperte auf dem Flußdampfer „Juri Andropow“ über den Moskwa-Wolga-Kanal und über die Wolga dahin. Irgendein Kongreß wurde da abgehalten über die Zukunft Rußlands (auf welchen Wegen ich da reinrasselte, weiß ich nicht mehr; weiß nur noch, daß ich dabei war), während in Moskau die Gegenwart wütete.

Die Nachrichtenübermittlung war damals noch nicht so perfekt eingerichtet wie heute, wo jeder ein Handy hat: was in Moskau passierte erfuhren wir über Transistorradios und über ein Fernsehgerät, das man an Bord irgendwo hatte auftreiben können. Der Empfang war miserabel; aber die Erstürmung des Fernsehsenders Ostankino wirkte trotz der schlechten Bildqualität recht besorgniserregend.

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Vor ein paar Tagen suchte ich hier in Montenegro nach einem Bekannten, der, wie ich weiß, damals in Ostankino direkt dabei war; und zwar als Polizeioffizier (oder OMON; weiß nicht; hab mich noch nie mit ihm darüber unterhalten). Seine Leute hätten damals schießen sollen; aber er weigerte sich, den Schießbefehl zu geben, und wurde in der Folge deswegen degradiert (oder wie nennt man das im Deutschen? Ну, разжаловали его). Hab ihn noch nicht angetroffen; aber vielleicht ergibt sich noch ein Gespräch. Ohne seine Einwilligung will ich nicht mal seinen Namen nennen.

Daß der Tag, an dem mir in den Sinn kam, ihn über seine damaligen Erlebnisse zu befragen, genau der Jahrestag ist, an dem das alles passierte, fiel mit erst anschließend auf.

RuzkoiEin paar Tage später stieß ich dann in der Prawda auf ein Interview mit Alexander Ruzkoi, der damals enger in diese Geschehnisse involviert war. Für mich wurde durch dieses Interview sehr vieles sehr viel klarer, als es vorher war (selbst als ich mehr oder weniger mitten drin steckte war det alles für mich recht nebulös; ja nu, nicht ganz so nebulös wie für die lieben Wessis, die ihr Rußlandbild den westlichen Massenmedien entnehmen; aber doch: recht nebulös). Werd mich wohl oder übel in dieser Richtung noch etwas weiter schlau machen müssen, um die Nebel noch weiter zu lichten und auch die Gegenwart besser zu verstehen.

Würde einem jeden, der jüngere Vergangenheit und Gegenwart Rußlands besser verstehen will, und der über genügend Russischkenntnisse verfügt, dringend raten, sich das Interview anzuhören; findet man hier. Man versteht dann auch besser, mit was für Problemen der bei den westlichen Bürgersleut’n vielgeschmähte Putin zu kämpfen hat.

Und wer nicht genügend Russisch kann, um gesprochenen Text zu verstehen, kann das Ganze hier nachlesen (hoffe, daß es alles ist oder zumindest das Wichtigste; hab nicht nachgesehen)

Und sollte unter Nichtrussischsprachigen weitflächig realer Bedarf bestehen, so würde ich sogar auf mich nehmen, es ins Deutsche zu übersetzen (einfach so würde ich das nicht machen; iss doch etwas viel)

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So weit mal

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So isses

Doppelnas

среда, 22 июля 2015 г.

Bruno Schulz und das Vondorten’sche Multiversum

L_Q_sorguchus

Rr_violett

Der Sommer heizt ganz arg ein; und auch der Weltenwahnsinn wird immer heißer und bedrohlicher.

Um den Weltenwahnsinn kümmere ich mich so wenig als möglich. Laß mich halt auf nix ein, das ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann… Das Übersetzen und Kommentieren hab ich weitgehend eingestellt. Wer das Lügengespinst der deutschen Medien als solches durchschaut hat und als Nichtrussischsprachiger sich informieren will – hat auch ohne mich genügend Möglichkeiten; und wer sich nicht informieren will, weil er sich in dem Lügengespinst behaglich eingerichtet hat – dem kann ich auch nicht helfen; der wird – vielleicht – irgendwann zu sich kommen, wenn das unübersehbar anlaufende Große Chaos ihn eingeholt hat.

Устье Железницы после грозыEinen Artikel zu einem für den deutschsprachigen Leser – zunächst – vielleicht etwas abgelegeneren Thema hab ich übersetzt; und zwarnämlich geht es da um einen Intrigenkomplex, mit dessen Hilfe irgendwelche Kreise offenbar bemüht sind, auf dem Balkan mal wieder etwas Chaos zu schaffen. Für mich persönlich isses nicht ganz so abgelegen, da ich auf selbigem Balkan zur Zeit meine Wohnstatt habe; aber auch sonst dürfte ein solches offenbar angestrebtes Balkanchaos nicht nur den Balkan betreffen. Wie den auch sei – jene Übersetzung hab ich im Blog veröffentlicht; findet man hier

Doppelnas

Dann fiel mir noch der polnische Maler und Literat Bruno Schulz ein.

Bruno Schulz also, der 1892 in Drohobytsch (gehört heute zur Ukraine) geboren und ebendort 1942 von einem Gestapomann auf offener Straße erschossen wurde.

Bruno Schulz lebte in diesem Drohobytsch, ging seinen verschiedenen Beschäftigungen nach; und wie dann die Hitleristen Polen besetzten, wurde er von selbigen zum jüdischen Untermenschen erklärt und als solcher ins Ghetto gesteckt.

Im Ghetto wurde er von einem SS-Mann namens Landauer benutzt, um als Maler eine von selbigem Schulz_2beschlagnahmte Villa mit Malereien zu versehen. Also eine gewisse privilegierte Stellung. So man es als Privileg betrachten darf, solcherart benutzt zu werden; und es hatte zudem den Nachteil, daß er als Gebrauchsgegenstand in verschiedene SS-interne Querelen eingebunden war. Die SS war ja nur von außen ein monolithisches Ganzes; und wenn sie gegen ihre erklärten Feinde vorgingen wirkte sie tatsächlich als solches. Ansonsten gab es, wie überall, interne Streitereien und Feindschaften und Intrigen. Jener Landauer hatte innerhalb der SS einen Feind, dessen jüdischen Zahnarzt er aus purer Feindschaft erschossen hatte; und aus Rache erschoß jener Feind den von Landauer benutzten Maler Bruno Schulz. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Machst du mir eine Beule ins Auto, so mach ich dir auch eine. Laut einer Version hat jener SS- oder Gestapomann den Maler des SS-Manns Landauer eben aus dem Grunde erschossen, weil der dessen Zahnarzt erschossen hatte. Aber hundertprozentige Klarheit scheint nicht zu herrschen. Woher auch. Zu jenen Zeiten war es völlig normal, daß irgendwelche Leute von irgendwelchen SS-Leuten auf offener Straße erschossen wurden; die waren dann halt tot, und man kümmerte sich nicht weiter darum. Erst später, als alles ganz anders war, begann man sich für diesen oder jenen Fall zu interessieren; und da war es dann schon nicht mehr so einfach, die Einzelheiten genau zu rekonstruieren.

Wie dem auch sei: Selbst unter solchen Umständen wurde künstlerisch gearbeitet; und neben seinem Benutztwerden als Ausschmücker jener beschlagnahmten Villa widmete sich Bruno Schulz, so weit bekannt, auch seiner schriftstellerischen Arbeit.

Im Sprachenportal hatte ich eine Menge Texte von Bruno Schulz für Polnischlernende mit Übersetzungen und Kommentaren veröffentlicht; und nach Auflösung des Sprachenportals vegetieren die im Archiv vor sich hin.

Nun aber habe ich angefangen, die Sprachenportal-Polnischseite in der Klamurke neu aufzubauen; zumindest für das bereits erstellte Material (ob ich darüber hinaus noch weiteres erstellen werde, glaub ich nicht).

Hab nun mal die Erzählung „Sanatorium pod Klepsydrą“ auf der klamurkischen Polnischseite veröffentlicht; Weiteres wird folgen.

Doppelnas

Vondorten_spiegelUnd dann gibt’s noch den Vondorten-Ordner mit seinen Vondortismen und sonstigen ernsten und weniger ernsten Aphorismen und Zitaten.

Das wurden inzwischen so viele, daß ich die Übersicht verloren hatte. Um sie wiederzugewinnen, begann ich, so etwas wie System in diese wirre Vielfalt zu bringen.

Das ist nun abgeschlossen; und weitere Zugänge werden eben nach diesem System ihre Benennung finden.

Beginnen tut der nach diesem System geschaffene Dateiname mit Benennung der Sprache:

DE_ - Deutsch

RU_ - Russisch

DERU_ - Deutsch und Russisch

GE_ - Georgisch

L_ - Latein

W_ - Volapük

An zweiter Stelle eine Art Katalogisierung; und zwar:

_G_ - Abkürzung von „Gast“; das heißt also: Zitat von einem Schreiber, der außerhalb unseres Multiversums (Wilhelm von Dorten, Ernst Tirckl-Wolff, Raymond Zoller, Wladimir Sorgutchin usw…) zu existieren geruht oder geruhte (zum Beispiel Johann Wolfgang Goethe, Friedrich Nietzsche usw…)

_E_ - Ernstgemeintes

_Q_ - Höherer Blödsinn (Q = Abkürzung von ‚Quatsch‘)

_QE_ - In Quatschesform dargelegtes Ernstgemeintes oder sonstige Übergangsformen zwischen Ernst und Blödsinn

Mit dem Katalogisieren sehen wir das nicht so eng; es ging nur darum, so etwas wie Übersicht reinzubekommen.

Und weiter dann nähere oder weniger nahe Charakterisierung.

Zum Beispiel:

DE_E_ehrliches_Stottern – Da geht es um die Vorzüge ehrlichen Stotterns gegenüber leerem Gewäsch

DE_Q_Analogkaese – Hier wird erklärt, was Analogkäse ist

DE_QE_Absurdologie – Hier erfährt man, was Absurdologie ist

Unter L_, das heißt also in Lateinisch, haben wir bislang nur zwei Sprüche vorrätig, und beides Quatsch. Der eine, L_Q_Caesar, wird als Caesar-Zitat ausgegeben; wobei allerdings keinerlei Gewähr besteht, daß Gajus Julius Caesar das tatsächlich auch so gesagt oder geschrieben hat; vor allem, da er, der Spruch, ein Wort enthält, welches die alten Römer möglicherweise noch nicht kannten. Aber grammatikalisch ist alles richtig.

Der zweite, L_Q_Sorgutchus, den wir für diesen Eintrag als Titelbild benutzten (siehe oben) ist überhaupt russisches Latein.

Aber das macht nichts.

Dogge