воскресенье, 20 ноября 2022 г.

Nach langer Pause...

Warum ausgerechnet dieses Titelbild?

Keine Ahnung 

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Der letzte Eintrag im Aktualisierungsblog war am 14 April 2020.

Schon lange her.

So manches wurde seitdem geschrieben und veröffentlicht.

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In der Klamurke wurde eine bereits viele Seiten umfassende Ecke eröffnet unter dem Titel

Von lebenden und von eingegossenen Libellen

Das greift zurück auf einen vor langer Zeit, noch vor jeder „Klamurke“ geschriebenen Artikel und dessen Folgen.

Anfang der achtziger Jahre war das, als ich, der einsamen schriftlichen Selbstgespräche müde, mich dazu aufraffte, meine mühsam den Nebeln entrissenen Gedanken zu veröffentlichungsreifen Artikeln zusammenzuballen.

An dem ersten dieser Artikel arbeitete ich viele Wochen oder Monate (genau kann ich mich nicht mehr erinnern; weiß nur noch, daß das sehr lange ging). Ein sich über viele Seiten dahinerstreckendes Geschreibe tippte ich da zusammen; und aus diesem Brei kristallisierte ich mühsam einen knapp eine Seite langen Artikel heraus, welcher in der Zeitschrift "Jedermann" veröffentlicht wurde.

Von da ab erschien eine Zeitlang in jeder Jedermann-Nummer ein Artikel von mir. Das ging nun alles sehr viel schneller. Übrigens schrieb ich nach wie vor nie, um "einen Artikel zu schreiben", sondern immer in dem Bemühen, in klare Begriffe und Worte zu fassen, was mich diffus bewegte. Aber es gab und gibt genug, was mich bewegt und zur Klarheit drängt.

Auf meinen im "Jedermann" veröffentlichten Artikel "Kultur – was ist das?" erhielt ich einen interessanten Leserbrief, auf welchen ich, meinen Gepflogenheiten entsprechend, sofort antwortete. Es entwickelte sich ein reger Briefwechsel, der schließlich auszugsweise sogar, unter dem Titel "Von lebenden und eingegossenen Libellen", in Kleinstauflage veröffentlicht wurde.

Der Titel mit den Libellen basiert auf einer sehr viel früher während meiner „schriftlichen Selbstgespräche“ zustandegekommenen Notiz mit dem Selbstvorwurf:

„Du quetschst deine Gedanken in Worte, lässt erstarren, was unschuldig geboren, ringst dem Boden manches ab, nur um es erstarren zu lassen.
Statt dich am Flug der Libelle zu freuen, fängst du sie und giesst sie ein,
schön in durchsichtige Masse, damit jeder sehen kann,
welch tüchtiger Jäger du bist.“

Die durch diesen Artikel und den Leserbrief hervorgerufenen Wellen und Strömungen erfassten dann so manche Lebensläufe von Leuten, die ich zur Zeit des Verfassens noch gar nicht kannte.

Ende 2020 fiel mir diese halbvergessene, aber für so manche nicht unwichtige Episode wieder ein, und ich beschloss, die durch sie ermöglichten Entwicklungen näher in Augenschein zu nehmen.

Nachsuchen ergab, daß die Zeitschrift „Jedermann“ noch immer existiert. Ich schrieb sie an mit der Bitte, mir eine Kopie jenes von mir verfassten Artikels zu schicken; wenig später erhielt ich den eingescannten Text; und ich machte mich an die Arbeit.

 Da ist schon einiges veröffentlicht; und nach und nach wird es in noch nicht ganz klare Richtung erweitert.

 Sprachenlernen

Russisch für Deutsche“ und „Deutsch für Russen

Eine starke Entwicklung gab es in den klamurkischen Ecken für Sprachenlernen. 

Die verstärkte Entwicklung kam daher, daß ich eine Zeitlang – direkt und online – privaten Sprachunterricht gab; Deutsch für Russen, Russisch für Deutsche. Und weiter wurde es angeregt durch einen kurzen Schriftwechsel mit einer Mitarbeiterin des russischen Unterrichtsministeriums.

Auch die Textgraphiken – in deren Ausgestaltung ich nach und nach etwas Fortschritte machte – kamen dabei verstärkt zum Einsatz.

Das Vondorten'sche Multiversum

Die Textgraphiken gehören zum Revier des stark angewachsenen Vondorten’schen Multiversums 

 Vor kurzem wurde die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte dieses Multiversums knapp skizziert zusammengefasst; Näheres auf der klamurkischen Download-Seite 

 Zur Geschichte des Vondorten’schen Multiversums

Das Vondortensche Multiversum (in Russisch „Соргучинский мультиверсум“) setzt sich zusammen aus einer Reihe zeitgenössischer und weniger zeitgenössischer Schreiber, die aus den unterschiedlichsten Gründen sich gegenseitig ihre Werke zuschieben.

Zu diesem Multiversum gehören, außer Wilhelm von Dorten selbst, unter anderem Emil-Emmanuel Krivoi-Krokovski, Ernst Tirckl-Wolff, Sami Otchi-Chuthi, Basilius Lucullus, Hypsopystos, Pystohypsos, Ephemistos, Владимир Иванович Соргучин, und sonstige.

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Da wir schon mal auf der Download-Seite sind: in dem schon seit Längerem dortselbst verlinkten PDF mit dem „Überblick übermeine weltanschauliche Entwicklung gibt es ein paar Zusätze; und zwar:

„Weltanschauliche Verwegenheit“ (S. 22)

„Die undurchschaute Allmacht der öffentlichen Meinung“ (S. 31)

„Tugend als Programm“ (S. 32)

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 In Verbindung mit meiner weltanschaulichen Entwicklung entstand dann noch ein knapp gefasstes PDF mit unsentimentalen nichtglaubensbasierten Anmerkungen zur Frage der Unsterblichkeit

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Auch sonst wurde noch so manches veröffentlicht…

Lassen wir es mal mit dem Gesagten sein Bewenden haben; und ansonsten werd ich mich bemühen, nunmehr regelmäßig hier zu veröffentlichen, was es an Neuem gibt.

Man hört voneinander

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(Deutsch für Russen)

 

 

 

вторник, 14 апреля 2020 г.

Elefantenjagende Tanten, Zwiebelopern und Vorona Kirus

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Im Zuge der jüngsten Ereignisse siedelte sich im Umfeld des Vondorten'schen Multiversums die Vorona Kirus an. – Zu dem Zeitpunkt, als die Frau Kirus auf den Plan trat, dachte noch niemand an Ausgangssperren und aufkeimenden Totalitarismus; doch der Herr Chefredakteur konnte sich gleich von Anfang an des unangenehmen Eindrucks nicht erwehren, als braue sich da was zusammen.
Außer unten wiedergegebener Dichtung konnten bislang nur wenige Werke von ihr veröffentlicht werden. Ein paar kürzere Sachen findet man in der Sammlung "Otto Abwidöd, Vorona Cyrus und sonstige gelegentliche Gäste unseres Multiversums". Sicher wird sie noch mehr schreiben; und wenn sie es geschrieben hat, dürfen wir es lesen.
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Wiederholt gedacht wurde der seinerzeit gemeinsam mit Freund Jemal nicht ganz im Ernst ausgeheckten Zwiebeloper, die erstmals unter dem Titel "Vorgeburtliches Sein einer Zwiebeloper" im Dezember 2018 Erwähnung fand.
Zwiebeln sind nun mal sehr ausdrucksstarke Wesen.
Dank der Entdeckung, daß auch Bohrer sehr ausdrucksstarke Wesen sind, wurde am 5. März dieses Jahres besagte Zwiebeloper zu einer Zwiebel-Bohrer-Oper erweitert.
Bohrer sind, gleich Zwiebeln, sehr ausdrucksstarke Wesen. Zwiebeln kann man zudem noch essen; und Bohrer, wenn sie lautstark ihre Aktivität entfalten, laden ein zu ausgedehnten Spaziergängen.
Ausgedehnte Spaziergänge am Meer entlang oder auch in die Berge hoch durfte ich an jenen Märzestagen häufig unternehmen, da die Wohnung über mir mit Hilfe von Bohrern, Elektromeisseln und auch einfachen Hämmern lautstark renoviert wurde (auch jetzt, wo ich dies schreibe, hämmert es; aber nicht mehr ganz so laut und zudem mit Unterbrechungen). 
Das ist mir alles bekannt; über mehrere Wochen hinweg Krach; zwischendurch so laut, daß man es in der Wohnung kaum aushalten kann; dann zwei bis drei Monate Stille; und dann wieder mehrere Wochen Krach. Vielleicht, weil die Arbeiter Qualität durch Lautstärke ersetzen und daß deswegen nach spätestens drei Monaten alles wieder kaputt ist; keine Ahnung; ich weiß nur, daß ein solcher Rhythmus vorliegt, egal, wo er herkommt.
An jenem Tage sollte ich einiges Schriftliche erledigen; und so versuchte ich denn, gegen den Bohrerkrach anzuschreiben. Bei diesem schöpferischen Bemühen fiel mir auf, daß im Zusammenspiel der Bohrer doch aber eine gewisse Harmonie waltet und daß man das mit der Zwiebeloper kombinieren sollte. Also begann ich, mir entsprechende Notizen zu machen.
Auf solchem Wege fand die Zwiebeloper ihre Erweiterung zur Zwiebel-Bohrer-Oper
Genaueres findet man in der Abhandlung "Von Bohrern und Zwiebeln".
Und am 26. März fand das Projekt schließlich seine Erweiterung zur Zwiebel-Bohrer-Hammer-Oper
Da war der Krach über noch voll am Wüten, und außerdem wütete nun auch die Coronavirus-Hysterie; so daß ich nicht mehr – wie früher, wenn es allzu laut wurde – einfach rausgehen oder mich in die Galerie für Aussenseiterkunst (die ich für mich zur "Galerie für Bohrerflüchtlinge" umgetauft hatte) zurückziehen konnte. Da blieb nur noch: das Übel mit größtmöglicher Dosis Humor nehmen.
Und sollte die Zwiebel-Bohrer-Hammer-Oper tatsächlich noch zustandekommen, so würden jene Persönlichkeiten, die durch ihr Gebohre und Gehämmer mich auf diesen Weg brachten, vermutlich nie erfahren, in welchem Maße sie durch ihr Tun die Kultur bereichern durften.
 
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Und dann gibt es noch die von unserem Kollegen Ernst Tirckl-Wolff verfassten Tantentexte. Davon gibt es schon sehr viele, und es werden immer mehr.
Ernst Tirckl-Wolff erschafft seine dichterisch zu behandelnden Helden und Heldinnen rein nach lautlich-rhythmischen Gesichtspunkten; das Weitere ergibt sich oder ergibt sich nicht. So entstanden die sehr aktiven paterjagenden Kater, krötentötenden Könige, wieauch, eben, die jagenden wie gejagt werdenden Tanten. Und auch noch sonstige Persönlichkeiten.
Zum Beispiel:
Wenn Tanten durch den Urwald Elefanten jagen,
dann retten sich erschrock'ne Kannibalen
hinauf auf hohe Urwaldbäume
Auf der Seite desVondortenschen Multiversums findet man auf der Linkleiste, ziemlich weit unten, eine Sparte "Tantentexte"; und das sind, wie gesagt, schon sehr viele, und es werden immer mehr.
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Dann habe ich vor ein paar Tagen ein weiteres PDF erstellt mit Notizen, die während meinem Eintauchen in das Leben der wilden postsowjetischen neunziger Jahre zustandekamen. Teil II also
Unter anderem:
Moskau nach meinem Aufenthalt in Wolgograd ლ Versuche, im Westen eine Basis zu schaffen zur Fortführung von in Russland Begonnenem ლ Weitere Reisen nach Russland; eine davon mit spontan organisierter Filmexpedition auf die Solowjezki-Inseln ლ Ströme russischer Flüchtlinge aus den nichtrussischen ehemaligen Sowjetrepubliken ლ Und so weiter…
Findet man auf der Download-Seite ganz zu Anfang, an dritter Stelle.
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So isses